#45 Tabea: Nein heißt Nein – auch in Beziehungen

Shownotes

Diese Folge ist schon vor Monaten in der Podimo App veröffentlicht worden. In der Podimo App findet ihr schon jetzt 60 kostenlose Folgen, die ihr ganz ohne Anmeldung oder Abo hören könnt – Einfach nur die App öffnen und ‘12 Leben’ finden: https://podimo.de/12leben

Zusätzlich zu den 60 kostenlosen Folgen findet ihr dort auch die neueste Staffel im Premium-Bereich. _ Eine Großstadt in Hessen, Ende der 2010er: Die Mitte zwanzigjährige Tabea ist mit ihrem Freund Daniel W. im Urlaub, als er erneut ihre Grenzen übertritt. In diesem Moment wird ihr bewusst, was sie in den letzten Wochen erlebt hat: sexualisierte Gewalt durch ihren Partner.

In dieser Folge kommt die Betroffene, Tabea, selbst zu Wort. Sie spricht mit uns über die Beziehung mit ihrem Ex-Freund und darüber, wie lange es gedauert hat, bis sie in Worte fassen konnte, was sein Verhalten für sie bedeutet. Auch Tabeas Anwältin Antonia Sturma hören wir, die uns erklärt, welchen Herausforderungen sich Betroffene stellen müssen, wenn sie die eigenen Partner:innen anzeigen wollen.

Triggerwarnung: Diese Folge behandelt Schilderungen von sexualisierter und psychischer Gewalt und Suizid. Bei Gewalterfahrungen findet ihr anonym und kostenfrei Unterstützung unter folgenden Nummern:

Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen”: 08000 116 016 (rund um die Uhr) Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (rund um die Uhr) Opfer-Telefon vom Weißen Ring: 116 006 (7-22h Uhr)

Mehr Infos bekommt Ihr auf der Homepage der Online Datenbank für Betroffene von Straftaten: www.odabs.org

Falls ihr Feedback, Anmerkungen oder selbst eine Geschichte habt, die ihr mit uns teilen möchtet, könnt ihr uns jederzeit eine Mail schreiben an: 12leben.podimo@gmail.com

"12 Leben – Verbrechen an Frauen" ist ein Podcast von Podimo. Hosts: Helen Schulte und Massimo Maio Autorin dieser Folge: Katharina Fräbel Schnitt und Sound: Frieder Maurer & Luca Sartori (hipitch) Ausführende Produzentin: Madeleine Petry

Transkript anzeigen

00:00:03: Und als es dann noch ein paar Mal passiert ist, und ich das noch ein, zweimal versucht habe, irgendwie ihm klarzumachen, war dann so langsam was noch viel schrecklicher für mich, weil ich ja dann auch so ein bisschen begreifen musste, dass ich ihn gar nicht interessiert.

00:00:21: Wir sprechen in dieser Folge über körperliche und psychische Gewalt.

00:00:26: Außerdem wird in dieser Folge einen Suizidversuch und Vergewaltigung thematisiert.

00:00:31: Falls du selbst Suizidgedanken hast, erreichst du die Telefonseesorge unter Null Achttausend, Eins Eins Eins, Null Eins Eins Eins.

00:00:39: Diese Nummer und weitere Hilfsangebote findest du auch in der Folgenbeschreibung.

00:00:48: Eine Großstadt in Hessen, Ende der Zwei-Tausend-Szena.

00:00:51: Die Ende zwanzigjährige Tabea ist angespannt.

00:00:54: Noch nie hat sie mit jemandem außerhalb ihrer Beziehung über das gesprochen, was in den letzten Jahren passiert ist.

00:01:00: Aber in den vergangenen Wochen ist sich Tabea bewusst geworden, dass es so nicht weitergehen kann.

00:01:06: Sie denkt sich, immer wieder habe Daniel Weh ihre Grenzen überschritten und ihre Abweisung ignoriert.

00:01:12: Und lange Zeit habe es Tabea geschafft auszublenden, was passiert sei.

00:01:16: Besonders das, was im letzten gemeinsamen Urlaub vorgefallen ist, hat ihr klar gemacht, dass die Beziehung so nicht mehr weitergehen kann.

00:01:23: Sie fühlt sich in ihrer eigenen Beziehung nicht mehr sicher.

00:01:26: Deshalb will sie sich morgen von Daniel Weh trennen, und ihm in einem erneuten Gespräch klarmachen, was er ihr angetan habe und wie sie sich fühle.

00:01:35: Aber bevor sie sich von Daniel W. trennt, will sie sich endlich das erste Mal einer Freundin öffnen.

00:01:42: Ihre Freundin kennt Daniel W. Sie haben einen gemeinsamen Freundeskreis.

00:01:47: Auch deswegen ist Tabéa nervös, wie ihre Freundin wohl auf das reagieren wird, was sie ihr gleich erzählen wird.

00:01:53: Tabéa kann nicht einschätzen, ob sie auf Verständnis oder Ablehnungen treffen wird.

00:01:58: Wird sie überhaupt glauben, wenn sie ihr von dieser Seite an Daniel Wehr zählt?

00:02:03: Denn von außen betrachtet lässt nichts auf das schließen, was ihr dieser Mann

00:02:07: angetan haben soll.

00:02:18: Diese Folge dreht sich um Tabea.

00:02:20: Ihr Leben ist eines von zwölf, um die es in diesem Podcast geht.

00:02:51: Und ich bin Massimo.

00:02:52: Herzlich willkommen zu dieser ganz besonderen Folge, denn diesmal erzählen wir zum ersten Mal den Fall einer Zuhörerin von Zwölfleben.

00:03:00: Tabea hat uns eine Mail geschrieben und geschildert, was ihr passiert sei.

00:03:05: Wir haben lange darüber nachgedacht, ob und wie wir Tabeas Geschichte erzählen, denn in ihrem Fall gibt es keinen Urteil.

00:03:11: Somit hat kein Gericht über die Schuld oder Unschuld des vermeintlichen Täters geurteilt.

00:03:16: Aber Tabea ist mit dem, was sie uns erzählt hat, nicht alleine.

00:03:20: Das Gewaltern Frauen ein gesamtgesellschaftliches Problem ist und Frauen in vielerlei Hinsicht Opfer von Gewalt werden, eben weil sie Frauen sind, das wurde jetzt erstmals vom Bundeskriminalamt groß aufgearbeitet.

00:03:31: Im Lagebild geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichteten Straftaten wurden für das Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und.

00:03:44: Dieser Bericht ermöglicht es, einen Gesamtüberblick zu Straftaten gegen Frauen aufgrund ihres Geschlechts zu bekommen.

00:03:51: Das Thema, das wir heute in dieser Folge behandeln, betraf im Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und

00:04:02: Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr-.

00:04:09: Im Fall von Tabea wurde das Ermittlungsverfahren zum Beispiel von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

00:04:14: Warum genau das passiert ist, erklären wir später in dieser Folge.

00:04:17: Unter anderem dazu haben wir mit Tabeas Anwältin Antonia Sturmer gesprochen.

00:04:22: Sie ist Strafrechtlerin in einer Anwaltskanzlei und arbeitet mit dem weißen Ring zusammen.

00:04:27: Durch diese Zusammenarbeit hat sie immer wieder mit Erfahrungen wie der von Tabea zu tun.

00:04:32: Und das ist eigentlich das Wichtigste, dass weiterhin dazu ermutigt wird, diesen Kampf zu kämpfen.

00:04:37: Wobei natürlich nicht verkannt werden, wie anstrengend das ist.

00:04:42: Und dass es auch kaum einen Weg gibt, das für betroffene Personen einfacher zu machen.

00:04:52: Wenn natürlich ist es wichtig, dass da eine Öffentlichkeit für geschaffen wird.

00:04:57: Uns liegen die polizeilichen Ermittlungsakten und Unterlagen der Staatsanwaltschaft vor.

00:05:02: Mithilfe der Beschlüsse und Begründung in diesem Fall und Tabeas Aussagen können wir die Geschichte so schildern, wie sie sich laut Tabea zugetragen hat.

00:05:11: Tabeas Anwältin zweifelt nicht an den Aussagen ihrer Mandanten.

00:05:15: Aber ich erinnere mich noch daran, dass ich in dem Fall überhaupt gar keine Zweifel daran hatte, dass das so war, wie sie es geschildert hat, weil es in sich alles stimmig war.

00:05:26: Und dieser Weg, den sie gegangen ist, auch viel zu weit eigentlich war.

00:05:31: falsche Anschuldigung zu machen.

00:05:34: Weil Tabiers Handeln und Aussagen als glaubhaft gewertet werden, weil uns umfassende Akten vorliegen und weil dieser Fall so oder so ähnlich immer wieder passiert oder passieren kann, haben wir uns entschlossen, Tabiers Geschichte trotz des fehlenden Urteils zu erzählen.

00:05:50: Wenn wir konkret über die mutmaßlichen Vorwürfe gegen Daniel Weh sprechen, nutzen wir in dieser Folge den Konjunktiv, da kein rechtskräftiges Urteil gegen ihn vorliegt.

00:06:00: Das ist kein Ausdruck von Zweifel an Tabeas Aussagen.

00:06:03: Und wir erzählen Tabeas Fall anonymisiert.

00:06:06: So gut wie alle Namen haben wir geändert.

00:06:18: Tabea wächst in den Neunzigern in der Nähe einer deutschen Großstadt auf.

00:06:23: Ihre Kindheit bezeichnet sie selbst als schwierig.

00:06:26: Tabeas Mutter war insgesamt vier oder fünf Mal verheiratet.

00:06:30: Mit ihrem Vater ist ihre Mutter zusammen bis Tabea neun Jahre alt ist.

00:06:34: Aus dieser Beziehung stammt auch ein Bruder.

00:06:36: Daneben hat Tabea dreieinhalb Geschwister.

00:06:39: Tabeas Mutter ist spiel- und alkoholsüchtig.

00:06:42: Tabeas Bruder wird von den Eltern geschlagen und Tabea selbst erfährt psychische Gewalt von ihrer Mutter.

00:06:49: Als Kind weiß sie nie, wie ihre Eltern reagieren und kann sie deshalb nicht einschätzen.

00:06:54: So habe ich schon von klein auf ganz gut gelernt, sehr auf meine Umgebung zu achten, sehr auf Stimmung zu achten, irgendwie mitzuschneiden, wie der Weib so ist, was ist jetzt in Ordnung und was nicht.

00:07:06: Heute sagt Habea über sich selbst, dass sie schon als Kind überangepasst war.

00:07:10: Also, dass sie es immer allen recht machen wollte und ihre eigenen Bedürfnisse hinten angestellt hat, um den Menschen in ihrem Leben keine Sorgen zu machen, für sie kein Problem darzustellen oder ihnen auf irgendeine Weise zur Last zu

00:07:22: fallen.

00:07:23: Auch in der Schule will Habea nicht auffallen.

00:07:25: Sie denkt sich, wenn sie nichts falsch macht und nicht auffällt, folgen auch keine Konsequenzen, die sie nicht einschätzen kann.

00:07:33: Die Schule und auch schon der Kindergarten sind für Tabea wie ein Anker, der ihr Sicherheit abseits von ihrem unberechenbaren Zuhause geben.

00:07:41: Für sie ist es so wichtig, nicht aufzufallen, dass sie sich bis heute an eine Situation aus der Schule zurück erinnern kann, bei der sie negativ aufgefallen ist.

00:07:50: Das war das erste und einzige Mal, dass ich aus dem Unterricht geworfen wurde, ich glaube in der vierten Klasse in Mathe, als ich mal reingeretet habe.

00:07:58: Und ja, das war für mich richtig schlimm einfach, weil ich ... da wieder so ein Dämpfer war, weil das er überhaupt nicht war, was ich irgendwie beabsichtigt hatte.

00:08:09: Tabea zieht mit ihrer Mutter in ihrer Kindheit sehr oft um.

00:08:13: Zunächst immer nur in der Umgebung von einem Dorf in das nächste.

00:08:16: Als Tabea ca.

00:08:17: zwölf Jahre alt ist, zieht ihr Bruder zu ihrem Vater.

00:08:21: Tabea bleibt bei ihrer Mutter.

00:08:23: Eines Tages beschließt ihre Mutter, dass sie ans andere Ende von Deutschland zu Tabeas Onkel ziehen.

00:08:28: Doch hier hält es ihre Mutter nur kurz aus.

00:08:31: Dann beschließt sie, dass sie wieder zurückgehen werden.

00:08:34: Tabea ist zu diesem Zeitpunkt nach nur ein paar Wochen auf ihrer neuen Schule gerade erst angekommen.

00:08:39: Durch die vielen Umzüge und teilweise auch Schulwechsel wird Tabeas Situation zu Hause noch instabiler.

00:08:46: Als Jugendliche zieht ihre Mutter mit ihr in ein Problemviertel, das sie selbst als Ghetto bezeichnet.

00:08:51: Dort lernt sie neue Freundinnen kennen, mit denen sie abends lange draußen ist, die Schule schwänzt und Alkohol trinkt.

00:08:58: Mit diesem neuen, vermeintlichen Freundeskreis macht sie viele Dinge, die sie eigentlich gar nicht will, auch sexuell.

00:09:05: Also, wenn da irgendjemand von denen Interesse hatte, mich treffen wollte, Intima werden wollte oder so, hab ich komplett ausgeblendet, wie sich das für mich anfühlt.

00:09:16: Ich hab das nicht abgelehnt.

00:09:18: Zu der emotionalen Vernachlässigung und den Misshandlungen durch ihre Eltern kommt jetzt Alkoholmissbrauch und die ersten sexuellen Erfahrungen.

00:09:27: mit denen sie nicht anders umzugehen, weiß als gleichgültig zuzustimmen.

00:09:31: Auch in diesen Momenten stellt Tabea ihre eigenen Bedürfnisse hinten an, um anderen Menschen zu gefallen und dazu zu gehören.

00:09:38: Tabea erzählt auch, dass sie als Teenagerin vergewaltigt wurde.

00:09:42: Was genau vorgefallen ist, das wissen wir nicht.

00:09:45: Zu den ersten negativen sexuellen Erfahrungen in Tabeas Teenagerzeit kommt hinzu, dass sich die Beziehung zu ihrer Mutter verschlechtert.

00:09:53: Gerade als ich dann so im Teenageralter war.

00:09:56: Und dann ja irgendwie, ja, so.

00:09:58: diese Mutter-Tochter-Ebene wurde dann eher für sie so ein Konkurrenzding.

00:10:04: Also alles, was ich gemacht habe, was gut lief, wie zum Beispiel auch Schule

00:10:08: etc.,

00:10:09: war natürlich selbstverständlich, dass das so läuft.

00:10:11: Das hat auch so zu sein.

00:10:13: Und alles andere gab mal mehr mal weniger Stress.

00:10:17: Es war so, dass es ein Konflikt gab und ich angefangen habe zu weinen, dass sie dann mich dafür angebrüllt hat, dass ich weine, dass ich das nur mache, damit ihr jetzt schlecht geht damit.

00:10:31: Und es so gar nicht wichtig war, was jetzt da bei mir los ist.

00:10:36: So, es ging halt immer um sie.

00:10:38: Und sie hat immer alle anderen verantwortlich gemacht.

00:10:41: Für Tabéa fühlt es sich so an, als wäre ihrer Mutter alles, was sie macht, egal.

00:10:45: Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche stehen im Hintergrund.

00:10:49: Mit sechzehn Jahren bestießt sie das Wegen, zum ersten Mal auszuziehen und zieht zu ihrer Schwester.

00:10:54: Aber das funktioniert nur für kurze Zeit, bevor sie dann wieder zurück zu ihrer Mutter zieht und es erneut mit ihr versucht.

00:11:00: Dort bleibt sie bis kurz nach ihrem achzehnten Geburtstag.

00:11:03: Dann zieht Tabea endgültig aus.

00:11:06: In dieser Zeit will sich Tabea auch zum ersten Mal therapeutische Hilfe suchen, um über ihre Kindheit und Jugend zu sprechen.

00:11:13: Sie bekommt auch einen Platz, aber als ihre Therapeuten ihr nach einigen Sitzungen sagt, jetzt sei doch alles gut und sie bräuchte nur noch einen Freund, bricht Tabea die Therapie ab.

00:11:24: Nach ihrem Schulabschluss macht Tabea ein freiwilliges soziales Jahr in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung.

00:11:30: In der Wohngruppe verbringt sie viel Zeit.

00:11:32: Am Anfang ist es für sie noch ungewohnt, fast schon befremdlich, wie gemeinschaftlich alle in der Gruppe miteinander umgehen.

00:11:39: Tabea ist so ein Gemeinschaftsgefühl und empathisches Miteinander von zu Hause gar nicht gewohnt.

00:11:45: Nach dem FSJ steht für Tabea fest, dass sie ihre Zukunft im Sozialbereich sieht.

00:11:50: Deswegen entscheidet sie sich dafür, eine Ausbildung zu erzieren zu machen.

00:11:54: Ein wichtiger Teil ihrer Ausbildungen ist die Selbstreflexion.

00:11:58: Tabéha muss sich zum ersten Mal richtig mit ihrer Biografie auseinandersetzen und sich fragen,

00:12:04: was hat meine eigene Geschichte jetzt eigentlich mit dem zu tun, warum ich hier bin, die Ausbildung machen möchte und was hat sie mit dem zu tun, wie ich arbeite.

00:12:13: Langsam beginnt Tabéha zu begreifen, warum sie zu der Person geworden ist, die sie ist.

00:12:18: Aber der Prozess ist lang und trotz der Reflektion ist sie auch mit Anfang zwanzig noch in den gelernten Mustern und Dynamiken gefangen, die sie seit ihrer Kindheit verinnerlicht hat.

00:12:29: Es ist Mitte der Jahrzehnte, als Tabea beginnt, soziale Arbeit zu studieren.

00:12:33: Sie ist mittlerweile Mitte zwanzig und hat ihre Ausbildung zur Erzieherin erfolgreich abgeschlossen.

00:12:40: Während vielen Unis gibt es dort, wo Tabea studiert, eine Einführungs- und Orientierungswoche für die Erstsemester, die man auch Erstis nennt.

00:12:48: TutorInnen, also StudentInnen, die schon in einem höheren Semester sind, organisieren für die Erstis ein Programm, bei dem sie sich besser kennenlernen sollen.

00:12:57: In der ersten Woche bekommt sie viele Eindrücke.

00:13:00: Und zusätzlich zu den ganzen Partys und Gruppenaktivitäten muss Tabea auch ihren neuen Unialtag strukturieren.

00:13:06: Auch dabei helfen die TutorInnen den Erstis.

00:13:09: Als Tabéa Hilfe dabei braucht, ihren Stundenplan mit allen wichtigen Kursen zu erstellen, sucht sie Hilfe bei einem der Tutoren ihres Studiengangs.

00:13:17: Der Name des Tutors, der Tabéa an diesem Tag geholfen hat, Daniel Wehe.

00:13:31: In den ersten Semestern von ihrem Studium hat Tabéa nicht viel mit Daniel Wehe zu tun.

00:13:37: Sie treffen sich immer nur mal wieder auf Partys oder auf dem Floor in der Uni.

00:13:41: Aber dann wird Tabéa selbst Tutoren für die erste Semester und dabei trifft sie auch öfter auf Daniel Wehe.

00:13:47: Und es fing auch tatsächlich eher damit an, dass wir dann auf dem Partys da sehr viel getrunken haben, dann irgendwie auch mal rumgemacht haben, wer dann mit zu mir gekommen ist über Nacht.

00:13:58: Und das war dann ein paar Mal so, bis dann irgendwie zumindest erst mal für ihm klar war, dass das jetzt nicht so die Form, die er will, er will eigentlich schon ein ernsthaftes Kennen lernen.

00:14:08: Bis zu diesem Zeitpunkt hat Tabea noch nie eine längere oder feste Beziehung gehabt.

00:14:13: Alle Beziehungen, die sie bisher hatte, waren eher Situationships.

00:14:17: Also Beziehungen, die vor allem auf sexueller Basis stattfinden, bei der vielleicht romantische Gefühle im Spiel sein können, man aber keinen expliziten Beziehungsstatus definiert.

00:14:27: Als Daniel Wehe ihr erklärt, dass er gerne etwas Ernstes hätte, ist Tabea dementsprechend erstmal überrumpelt.

00:14:35: In den Situation-Ships hatte Tabea bislang noch gar nicht die Möglichkeit gehabt, eine feste, emotionale Bindung mit anderen Menschen einzugehen oder sich zu öffnen.

00:14:43: Als sie aber Daniel Wehe kennenlernt, hat sich durch die Selbstreflektion in der Ausbildung, die auch in ihrem Studium noch eine wichtige Rolle spielt, für Tabea auch auf emotionaler Ebene etwas geändert.

00:14:53: Also trifft sie sich weiter mit Daniel Wehe.

00:14:55: Und die beiden werden ein Paar.

00:14:58: Ich hatte schon das Gefühl, das ist ein ... guter Staat ist, sich auch darauf einzulassen.

00:15:05: Es war nicht so, dass ich jetzt irgendwie super verknallt gewesen wäre, aber trotzdem auch glücklich darüber.

00:15:14: Also, ich dachte schon, ich könnte für mich selber ein Stück weit einstehen.

00:15:18: Und so ging das auch.

00:15:19: Sie lässt Daniel Weh sogar in ihre Wohnung mit einziehen.

00:15:23: Aber irgendwann sei es lauter Behr zu schleichenden Veränderungen in der Beziehung gekommen.

00:15:28: Wann genau diese Veränderung angefangen hätten, kann sie heute nicht mehr sagen.

00:15:32: Aber sie erzählt uns von einer Situation nach einer Party ein paar Monate, nachdem sie mit Daniel Wehe zusammengekommen sei.

00:15:39: Tabea habe sich auf der Party mit einigen Freundinnen unterhalten, die sie lange nicht mehr gesehen habe oder mit denen sie einfach in Ruhe quatschen wollte.

00:15:48: Aber laut ihr sei ihr Daniel Wehe nicht von der Seite gewichen und hätte förmlich an ihr geklebt.

00:15:54: Tabea sei genervt gewesen, dass er sie nicht alleine lasse.

00:15:58: Schließlich wären auf der Party auch Leute da, die er kennen würde.

00:16:01: Sie haben ihn dann angeflaunt, dass er sie doch mal in Ruhe lassen könne.

00:16:05: Auf dem Heimweg hab ich dann dafür die Krüttung kassiert.

00:16:07: Also es ist nicht wütend geworden auf mich und weil ihm das nicht gepasst hat, sondern dass ich das einfach mache, obwohl das für ihn ja total verletzend ist.

00:16:18: Also ich weiß, dass er ... ziemlich verzweifelt gewirkt hat, dass sie das wirklich hart getroffen hat und er null damit umgehen konnte mit Zurückweisung.

00:16:27: Und das war, glaube ich, auch so eine Sache, die den Stein ins Rollen gebracht hat, das für mich auch klar war, okay, Zurückweisung ist auch was, was in dieser Beziehung nicht funktionieren kann, was das irgendwie gefährdet.

00:16:42: So ein Verhalten, wie es Daniel Wehe laut Tabea gezeigt habe, kennt sie schon.

00:16:47: Also das war ja komplett das, was ich in der Kindheit, im Teenager-Alter, so.

00:16:51: Ich bin verantwortlich dafür, dass die Personen, die irgendwie eine emotionale Bindung zu mir haben, dass es denen gut geht.

00:16:59: Und ich darf nichts tun.

00:17:02: Egal, ob es für mich gut ist oder nicht, was den Personen irgendwie, was sie griff, was sie verletzt.

00:17:09: Heute ist da Bea klar, dass sie damals in alte Rollen und Muster verfallen sei.

00:17:13: Damals hätte sie das nicht erkennen können.

00:17:15: Sie erzählt, dass es dann immer wieder zu solchen Situationen gekommen sei, wie bei der Party.

00:17:20: Einmal habe er ständig versucht, sie von hinten zu umarmen.

00:17:23: Taber habe das in diesen Momenten nicht gewollt und habe ihn weggeschoben.

00:17:28: Aber Daniel Wehe hätte das nicht akzeptiert und habe immer wieder von Neum ihre Nähe gesucht.

00:17:33: Taber sagt, sie sei in dieser Zeit in ihrem Denken, dass sie aus ihrer Kindheit kennt, bestärkt worden, dass das, was sie sich wünscht, nicht wichtig sei.

00:17:41: Und dass das, was sie hier versucht, nämlich Grenzen aufzuzeigen, nicht der Wünscht ist.

00:17:46: Zum Beginn der Beziehung habe Tabea selbst noch regelmäßig Sex initiiert.

00:17:51: Sie sei eigentlich eine Person, die Spaß daran hat und wenn sie Lust hat, mit einer Person zu schlafen, zeige sie es auch.

00:17:59: So wäre es auch bei Daniel Weh gewesen.

00:18:01: Sie erzählt, dass sie sehr offensiv gezeigt und auch gehandelt habe, wenn sie Sex mit Daniel Weh haben wollte.

00:18:08: Aber mit der Zeit habe sie weniger Lust

00:18:10: gehabt.

00:18:11: Nach dem ersten halben, dreiviertel Jahr.

00:18:13: auf jeden Fall war es so, dass ich viele Nähe gar nicht erst initiiert habe, die vorhereshabe, weil auch irgendwie kuscheln und so, immer ein Stück weit das Risiko barkt, dass er dann doch irgendwie mehr will.

00:18:32: Als die beiden die ersten Male miteinander schlafen, habe Daniel Wehe laut Tabers Aussage ihre Nippel blutig gebissen.

00:18:40: Beide seien in diesem Moment alkoholisiert gewesen, aber Tabea habe dennoch seinen Kopf weggedrückt, damit er aufhörte.

00:18:47: Aber auch bei den nächsten Malen, die sie miteinander geschlafen haben, hätte Daniel W. Tabeas Brustwarzen erneut so heftig gebissen, dass sie geschmerzt hätten.

00:18:56: Auch hier habe Tabea seinen Kopf so lange wegdrücken müssen, bis er aufgehört habe.

00:19:01: Als er allerdings beim nächsten Mal erneut zugebissen habe und sie ihm erneut signalisiert habe, dass sie das nicht möchte, hätte Daniel W. ganz anders reagiert, als sie es sich erhofft hatte.

00:19:11: Es waren so kleine Dinge erst mal, wenn ich bestimmte Sachen nicht wollte.

00:19:15: Und ich bin irgendwie seinen Kopf weggedrückt hat, dass er mich dann fast schon wütend angeguckt hat.

00:19:23: Weil auch nicht in Ordnung ist, egal was er tut, ich muss das natürlich alles toll finden, weil mit allem anderen kann er nicht umgehen.

00:19:29: Aus den anfänglichen Grenzüberschreitungen seien Lauter Beer sexuelle Übergriffe geworden.

00:19:35: In einer Situation hätten sie zusammen im Bett gelegen.

00:19:38: Daniel Wehe habe Tabea von hinten umarmt, sie also in der Löffelchenstellung gehalten, als er seine Hand auf ihre Hüfte gelegt habe und angefangen habe sie zu streicheln.

00:19:48: Seine Hand sei zunächst in Richtung ihres Intimbereichs und dann zu ihrem Oberkörper gewandert.

00:19:54: Tabea habe dann seine Hand weggeschoben, sich etwas von ihm weggedreht und ihren Körper weiter eingerollt, um sich weiter zu verschränken.

00:20:02: Außerdem habe sie mit einem M-M zusätzlich signalisiert, dass sie nicht von ihm gestreichelt werden wolle.

00:20:09: Aber Daniel W. soll Tabeas verneinendes M-M ignoriert und ihre Brust berührt haben.

00:20:15: Obwohl sie ihn bereits mit verschiedenen Signalen gezeigt habe, dass sie keine Lust auf Sex habe, sei er nur kurze Zeit später in sie eingedrungen und habe sie laut Tabea vergewaltigt.

00:20:36: Laut Tabeas Aussagen sei es immer wieder zu solchen Situationen gekommen, in denen sie Daniel W.s Hand weggeschoben habe.

00:20:43: oder sich verschränkt habe, mit einem Mitten signalisiert habe, dass sie nicht wolle.

00:20:48: Und immer wieder habe Daniel Wehe diese Signale nicht beachtet.

00:20:53: Tabéa sagt, sie habe in dieser Zeit immer mehr das Interesse an Sex mit Daniel Wehe verloren.

00:20:58: Denn sie habe das Gefühl gehabt, dass sie sich, sobald erste Signale gesendet wurden, nicht mehr hätte umentscheiden

00:21:04: können.

00:21:05: Und wenn ich nicht das volle Programm will, war für mich eigentlich auch immer klar, okay, dann darf es auch gar nicht anfangen, weil ... Es ist nicht okay, wenn ich dann irgendwie sage, zwischendrin, ich will das nicht.

00:21:17: Was ich ja so konkret in Worten nie sagen konnte, aber was ich anfangs ja getan habe, indem ich ihn so ein bisschen vor mir weggeschoben, oder wenn er irgendwie angefangen hat, mich an der Brust anzufassen, dass ich die Hand dann weggeschoben habe, weil ich das nicht wollte.

00:21:32: Eigentlich schläft der Bär zu diesem Zeitpunkt immer nackt.

00:21:35: Aber bald habe sie begonnen, ein Slip in der Nacht zu tragen.

00:21:39: Und als er das beim ersten Mal gesehen hat oder gemerkt hat, hat er mich auch ziemlich angeranzt, warum ich das dann habe.

00:21:47: Weil das ja vollkommen klar war für ihn, was das bedeutet oder was das für ein Zeichen ist, was ich damit setze.

00:21:54: Nach solchen Vorfällen habe Tabéa immer wieder das Gespräch mit Daniel Wege sucht und versucht, ihm zu erklären, dass es nicht richtig sei, was er tut.

00:22:02: Sie habe ihm gesagt, dass er ihr schon anmerken würde, wenn sie Lust habe.

00:22:07: Schließlich habe das Paar auch noch einvernehmlichen Sex gehabt, der sich laut Tabea offensichtlich zu dem Sexunterschied, in dem Daniel Weh übergriffig geworden sein soll.

00:22:17: Und dadurch, dass ja da auch immer mal wieder so ein Wechsel passiert ist, war es, glaube ich, für ihn noch schwieriger auszuhalten und noch schwieriger zu ertragen, warum ich, oder wenn ich das dann nicht wollte, oder sich das überhaupt wahrnehmen zu wollen.

00:22:31: Sie habe ihm auch erklärt, an welchen Signalen er erkennen könne, wenn und wann sie nicht Sex mit ihm haben wolle.

00:22:38: Laut Tabea habe Daniel Wehe ihr nie gesagt, dass er diese Signale nicht erkennen würde.

00:22:44: Obwohl alles für sich allein genommen, Tabeas Worte, ihre Signale und die Gespräche eindeutig und ausreichend wären, um Daniel Wehe zu zeigen, dass sie in diesen Momenten keinen Sex mit ihm haben möchte, hat uns Tabea erzählt, dass Daniel Wehe es trotzdem nicht verstanden habe.

00:23:00: Sie habe ihm auch gesagt, dass es für sie nicht immer möglich sei, noch vehementer zu werden.

00:23:06: Abgesehen davon, dass Tabea keinerlei Verantwortung dafür trägt, noch klarer und vehementer sein zu müssen, habe Daniel Weh von Tabeas ersten sexuellen Erfahrungen und von einer Vergewaltigung in ihrer Teenagerzeit gewusst.

00:23:20: Sie habe ihm auch gesagt, dass sie Flashbacks und Blockaden habe, die sie in Situationen, in denen Daniel Weh ihre Signale nicht beachten würde, Ebenfalls daran hindern würden, mit noch mehr Nachdruck ihre Ablehnung zu zeigen.

00:23:32: Und ich wollte, dass er das versteht, weil ich gehofft hatte, dass er dann eher darauf achtet.

00:23:38: Ich kann leider gar nicht mehr sagen, was er da zu diesem Gesprächen geantwortet hat.

00:23:45: Und wie es dann irgendwie weiter ging, ich glaube, es war relativ schnell einfach wieder unter den Teppich gekehrt.

00:23:52: Und ja, ich habe dann natürlich einfach gehofft, bis zum nächsten Mal.

00:23:56: dass er vielleicht mehr darauf achtet.

00:23:59: Tabeas Hoffnungen seien immer wieder enttäuscht worden.

00:24:02: Jedes Mal, wenn Daniel Weh Tabeas Signale nicht beachtet habe und ihre Grenzen nicht respektiert habe, sei Tabea eines immer mehr bewusst geworden.

00:24:11: Aber in dem Moment oder nach mehreren Gesprächen war dann für mich auch langsam begreifbar.

00:24:17: Das interessiert ihn gar nicht.

00:24:19: Er hat sich schon immer wieder so diesen Druck ... dass jetzt irgendwie initiieren zu müssen.

00:24:25: Es ging ja dann so weiter, dass ich irgendwann teilweise auch unter ihm lag und geweint hab.

00:24:33: Ich hab das versucht, möglichst still und leise zu machen, aber ich konnte das nicht mehr zurückhalten.

00:24:37: Und ich weiß definitiv, dass er es mitkriegt haben muss, auch wenn ich nicht laut losgeheult habe, aber dass er es einfach ausgeblendet hat.

00:24:52: Über die Dauer der Beziehung seien dann auch noch körperliche Beschwerden hinzugekommen.

00:24:57: Tabea habe in dieser Zeit mit Trockenheit der Schleimhäute zu kämpfen bekommen.

00:25:02: Die Trockenheit sei so schlimm gewesen, dass jede Berührung im Intimbereich geschmerzt hätte und teilweise sogar zu Verletzungen der Haut und Einreisen ihrer Vagina geführt habe.

00:25:12: Tabea sei deshalb auch zum Genokologen gegangen, der ihr aber nur eine Waschlotion und eine Salbe verschrieben hätte, die das Problem nicht behoben hätten.

00:25:21: In dieser Zeit ist es Tabea, laut eigener Aussage, fast unmöglich, schmerzfrei auf Toilette zu gehen.

00:25:28: Tabea habe Daniel Weh von den Schmerzen erzählt und davon, dass sie Angst habe, dass dieser Zustand nun für immer bleiben würde.

00:25:36: Als sie das erste Mal nach diesem Gespräch sex miteinander haben, habe Tabea schon von Beginn an Angst vor den Schmerzen gehabt.

00:25:43: Als Daniel Weh Tabea dann penetriert habe, habe sie die Schmerzen durch Geräusche geäußert.

00:25:48: Daniel Wehe habe kurz gestoppt, aber kurz darauf, ohne sich versichert zu haben, wie es der BAG und ob es okay sei, weitergemacht.

00:26:02: Ich konnte es vorher halt nie wirklich greifen.

00:26:05: Ich konnte mir vorher auch immer noch ein Stück weit einreden, was leider auch sehr häufig der Fall ist bei Frauen, die das erleben.

00:26:14: Aber ich konnte mir noch ein Stück weit einreden, dass er vielleicht Dinge nicht gemerkt hat.

00:26:18: Nicht wollte, nicht wusste, wie auch immer.

00:26:21: Und das war in dem Moment ja gar nicht mehr möglich.

00:26:24: Also, da war ja nichts, was ihm irgendwie signalisiert hätte.

00:26:28: Das ist okay, dass du das jetzt machst.

00:26:31: Und ich hatte absolut nicht damit gerechnet, dass es so plötzlich umschlägt.

00:26:42: Tabea beschreibt hier ihre Reaktionen auf den Moment, in dem ihr klar geworden ist, dass die Beziehung mit Daniel Weeh so nicht weitergehen könne.

00:26:51: Der Vorfall habe sich laut Tabea bei einem gemeinsamen Urlaub in einem Ferienhaus ereignet.

00:26:57: An einem Morgen hätten sie zusammen im Bett gelegen.

00:27:00: Tabea habe an der Seite zur Wand geschlafen und Daniel Wehe am Bettrand, der zum Raum gerichtet sei.

00:27:06: Tabea habe wahrgenommen, dass Daniel Wehe an diesem Morgen mit ihr schlafen wolle, aber sie habe nicht gewollt.

00:27:13: Weil sie aber auf der Seite gelegen hätte, die zur Wand gerichtet war, hätte sie nicht einfach aufstehen können.

00:27:18: Sie habe befürchtet, dass Daniel Weh sie anfasst, wenn sie aus dem Bett steigen würde.

00:27:23: Also sei sie liegen geblieben und hätte versucht, ihn zu überreden, dass sie beide aufstehen sollten.

00:27:29: Aber Daniel Weh habe das nicht gewollt.

00:27:31: Er hat angefangen, das so spielerisch zu kabbeln und hat meine Beine so über sich gezogen, festgehalten.

00:27:40: Ich habe versucht, mich darunter zu winden.

00:27:42: In den nächsten paar Sekunden hatte ich seine Finger in mir.

00:27:47: So vollkommen aus dem Licht raus.

00:27:55: Tabea habe in diesem Moment gar nicht so schnell realisieren können, was gerade geschieht, als Daniel W. sich mit seinem ganzen Körpergewicht auf sie gelegt habe und begonnen habe, seine Finger in ihr zu bewegen, sich an ihr zu reiben, zu stöhnen und schwer zu atmen.

00:28:11: Tabea habe das Gefühl gehabt, keine Luft mehr zu bekommen.

00:28:14: Alle vorherigen Übergriffe seien nach Annäherungsversuchen entstanden, bei denen Daniel wie Tabea Signale und ihre Worte nicht beachtet habe.

00:28:23: Aber dieser Moment sei nochmal anders gewesen.

00:28:26: Tabea sagt über diese Situation, dass es keinen Zeitpunkt sexueller Intimität gegeben habe, keine Sekunde, in der man aus Ignoranz irgendwas an ihrem Verhalten hätte falsch deuten können.

00:28:38: Auch wenn, und das wollen wir hier nochmal ganz klar betonen, In so einer Situation auch das vorherige Vorhandensein einer Intimsituation nicht bedeutet, dass alles darauf folgende automatisch ein Einverständnis bedeuten würde.

00:28:51: Konzent kann jederzeit zurückgezogen werden.

00:28:55: Daniel Wehe habe laut ihr plötzlich und ohne Vorwarnung seine Finger in sie eingeführt.

00:29:00: Keine Zeit für Signale, für Worte.

00:29:03: In diesem Moment habe sie sich so hilflos gefühlt, dass sie sich nicht mehr in der Lage dazu gesehen habe, sich zu wehren.

00:29:10: Und dann aber, und das war das erste Mal, dass es so gelaufen ist, hat er mich angeguckt und ich weiß nicht, ob das einfach nur irgendwie der Blick war oder ob er es auch gesagt hat, dass ich ja scheinbar gar nicht will.

00:29:35: Was Tabea hier beschreibt, versteht man als sexuellen Übergriff und Vergewaltigung in einer Beziehung.

00:29:41: Vergewaltigung ist eine Form der sexuellen Nötigung.

00:29:44: Im Strafgesetzbuch werden Vergewaltigungen als sexuelle Handlungen definiert, die gegen den erkennbaren entgegenstehenden Willen des Opfers durchgeführt werden und mit einem Eindring in den Körper verbunden sind.

00:29:58: So wie zum Beispiel das mutmaßliche Eindring mit den Fingern im Fall von Tabéa.

00:30:03: Genau dieses Wort erkennbar wird für einige Betroffene immer wieder zum Problem, wenn es um eine Anzeige und den juristischen Weg geht.

00:30:10: Was genau dabei die Herausforderung ist, erklärt uns Antonia Sturmar später noch einmal.

00:30:16: In der polizeilichen Kriminalstatistik werden Vergewaltigungen, sexuelle Übergriffe und Nötigungen in einem Punkt zusammengefasst.

00:30:24: Im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im.

00:30:38: Fast fünftausend Fälle, also ein Viertel aller Taten, fallen unter häusliche Gewalt.

00:30:44: Mehr als achtzig Prozent davon finden im Kontext von Partnerschaften und Ex-Partnerschaften statt.

00:30:50: Die überwiegende Mehrheit der Betroffenen sind Frauen.

00:30:53: Es ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, da sich viele Betroffene nicht trauen, die Taten anzuzeigen.

00:30:59: Die Behauptung, die man immer wieder hört, dass viele Vergewaltigungsvorwürfe falsch Beschuldigungen sein, stimmt übrigens nicht.

00:31:07: Laut einer Studie aus dem Jahr, bei der Fälle von sexualisierter Gewalt in Deutschland und anderen europäischen Ländern untersucht wurden, liegt die Rate an Falschbeschuldigungen bei ca.

00:31:17: drei Prozent in Deutschland.

00:31:19: Wenn man diese drei Prozent an die aktuellen Zahlen aus der polizeilichen Kriminalstatistik anlegt, sind das ca.

00:31:26: sechshundert Falschbeschuldigungen.

00:31:28: Verglichen mit den rund one-tausendfünfhundert männlichen Opfern von Vergewaltigungen, sexueller Nötigungen und sexuellen Übergriffen im Jahr zwei-tausendtraunzwanzig ist es für einen Mann, also wahrscheinlicher, selber Opfer einer Vergewaltigung zu werden, als falsch beschuldigt zu werden.

00:31:45: Vergewaltigung in der Ehe gilt in Deutschland übrigens erst seit nineteenhundertsebeneunzig, also seit nicht mal dreißig Jahren, als Straftat.

00:31:54: Bis zu diesem Zeitpunkt war es Teil der Definition einer Vergewaltigung im deutschen Strafgesetzbuch, dass die Tat außer ehrlich stattgefunden haben muss.

00:32:03: Mit der Streichung dieses Zusatzes in den Neunzigern wurden dann auch ehrliche Vergewaltigungen zu einer Straftat, die bis heute, wie alle Vergewaltigungen, mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden kann.

00:32:17: Seit Jahrzehnte ist eine weitere Gesetzesänderung in Kraft getreten, die unter dem Namen Nein heißt Nein bekannt geworden ist.

00:32:25: Antonia Sturmar hat uns erklärt, was dieses Gesetz bedeutet.

00:32:29: Zunächst einmal muss man sagen Nein heißt Nein bedeutet ja tatsächlich nicht per se Nein heißt Nein, sondern Nein heißt entgegenstehender Wille.

00:32:38: Das war ja auch so ein bisschen die Koks an unserem Fall.

00:32:42: Um in dieser Strafbarkeit zu landen, muss man nicht nein aussprechen.

00:32:47: Es reicht, wenn ein entgegenstehender Wille in irgendeiner Form erkennbar ist, weil man ja auch in Situationen sein kann, wo man vielleicht überhaupt nicht in der Lage ist, nein zu sagen.

00:32:56: Da kann es ja Tausend Gründe geben, sondern es muss ein entgegenstehender Wille in irgendeiner Form zum Ausdruck kommen und der muss für den Täter erkennbar sein.

00:33:06: Vor der Gesetzesänderung war es ausschlaggebend, dass sich die Betroffenen auch körperlich gegen den Angriff gewährt haben mussten.

00:33:13: Seit der Änderung des Sexualstrafrechts ist nun ausschlaggebend, dass der sogenannte entgegenstehende Wille für TäterInnen klar erkennbar sein muss.

00:33:22: Laut Antonia Sturmer kann genau das aber weiterhin ein Problem sein, so wie es auch bei Tabea der Fall war.

00:33:29: Weil das Problem ist, dass da immer StaatsanwältInnen sind, die das alle individuell entscheiden.

00:33:33: Das heißt, es gibt nicht eine Grenze, wo wir quasi eine Linie ziehen und sagen, okay, wenn man nö sagt, ist da noch die Grenze.

00:33:40: Und wenn man im sagt, ist die Grenze schon überschritten, sondern da sind echte Menschen, die sich das angucken und sagen, okay, Weinen ist zum Beispiel ein gutes Beispiel.

00:33:51: Wenn man weint und in irgendeiner Form Angst manifestiert oder sowas durch seinen Verhalten, kann das ein entgegenstehender Wille sein.

00:33:58: Wenn man sich körperlich wehrt, wenn man sich immer wieder wegdreht, wo wir auch schnell in körperliche Gewalt kommen, das kann entgegenstehender sein.

00:34:07: Aber es sind immer wieder Menschen, die das im Einzelfall entscheiden.

00:34:12: Die Anwältin erzählt, dass das teilweise dazu führe, dass Fälle, die ähnlich oder fast schon deckungsgleich gelagert sind, aus diesem Grund unterschiedlich ausgehen, je nachdem, von welcher Staatsanwaltschaft sie bearbeitet werden.

00:34:25: Antonia Sturmer findet dennoch nicht, dass es klare Linien und Anpassungen im Gesetz braucht.

00:34:30: Sie erklärt, dass das Gesetz durch Anwendungen, Urteile und Präzidenzfälle geschärft werde.

00:34:35: Je mehr Urteile und Entscheidungen es gäbe, an denen sich Richterinnen und Staatsanwältinnen in Zukunft orientieren könnten, desto eher würde klar werden, was als erkennbarer entgegenstehender Wille auszulegen ist.

00:34:49: Deswegen sei es laut ihr wichtig, diese Kämpfe weiterzukämpfen und eine Öffentlichkeit dafür zu schaffen.

00:34:55: Besonders in Fällen von mutmaßlicher Vergewaltigung in Partnerschaften sei es nicht einfach, diesen entgegenstehenden Willen vorweisen zu können, sodass es für die entsprechenden Instanzen Nacht zu vollziehen ist.

00:35:08: Weil da auch ein viel größeres Missverhältnis zwischen den Personen besteht und auch viel oftmals, wenn wir jetzt von einem heteronormativen Beziehungskonstrukt ausgehen, dem Klischee entsprechend, die Frau ist die Betroffene, der Mann ist der mutmaßliche Täter, dass da auch ganz oft große Kommunikationsschwierigkeiten mit reinspielen und auch ein falsches Verständnis, was ich bei solchen Fällen immer wieder mitbekommen habe.

00:35:37: sein des Aggressors, was ihm zusteht, was er darf.

00:35:41: Und eine Ohnmacht, die sich schon durch dieses immer wiederholte Passieren bei der betroffenen Person eingestellt hat, das führt ganz oft zu extremeren Pat-Situationen.

00:35:55: So ähnlich soll es sich auch bei Tabea abgespielt haben.

00:35:58: Daniel Wehe habe in der Beziehung immer wieder klargemacht, dass ihn die Abweisung von Tabea verletzt habe.

00:36:04: Laut ihren Aussagen habe sie ihm in Gesprächen gesagt, wie ihre Signale aussehen, die für sie eine klare Ablehnung ausdrücken.

00:36:12: Aber er habe sich laut ihr dennoch darüber hinweggesetzt.

00:36:15: Taber gibt an, dass sie in der Beziehung immer das Gefühl gehabt hätte, dass Daniel Wehe für eine glückliche Beziehung und ein Sicherheitsgefühl Sex hätte haben müssen.

00:36:25: Unmögliche Abweisungen für ihn somit deutlich schlimmer gewesen sein sollen, weil er sie als persönliche Ablehnung seiner Person empfunden hätte.

00:36:32: So eine Haltung und so ein Verhalten macht es Partnerinnen schwer, ihre Grenzen klarzusetzen und somit nur dann Sex zu haben, wenn sie es wirklich wollen.

00:36:43: Ein Grundsatz, der in Diskussionen rund um sexuelles Einverständnis immer wieder aufkommt ist, wenn es kein enthusiastisches Jahr ist, ist es ein Nein.

00:36:52: Dieser Grundsatz wird verwendet, um zu betonen, dass echte Zustimmung immer aktiv und enthusiastisch sein sollte.

00:36:58: Wenn eine Person nicht durch eindeutige körperliche Signale Und oder Worte mit Begeisterung zustimmt, dann gilt dies als Nein.

00:37:23: Aber bevor sie mit dem Schluss macht, beschließt sie, nicht länger alles mit sich alleine auszumachen.

00:37:31: Sie öffnet sich zum ersten Mal einer Freundin.

00:37:33: Und ich bin da zum Glück auch in diesem Gespräch nicht so auf Unverständnis gestoßen.

00:37:39: Also die Freundin, mit der ich gesprochen habe, die hat schon auch wahrgenommen, dass ich vorsichtig erzähle, was passiert ist.

00:37:46: Und dass es wirklich schrecklich war und mich da auch ein Stück weit bestärkt, das Konkreter in Worte zu fassen und es auch zu bezeichnen, als was es ist, nämlich, dass es Gewalt war.

00:38:00: Am nächsten Tag, seit Herr Bea dann den endgültigen Schritt gegangen und habe sich von Daniel Weh getrennt.

00:38:07: Im Gespräch habe sie ihm offen und ehrlich erzählt, warum sie sich trenne.

00:38:11: Laut ihrer Aussage habe er das auch verstanden und sogar gesagt, dass er in den letzten Wochen bemerkt habe, dass sie sich immer mehr von ihm distanziert habe.

00:38:20: Mehr hätte aber dazu nicht gesagt.

00:38:23: Da Tabea und Daniel Weh zu diesem Zeitpunkt gemeinsam in Tabeas Wohnung gelebt hätten, hätte Daniel Weh gefragt, ob er den nun ausziehen solle.

00:38:31: Damit er sich eine neue Wohnung suchen kann, zieht Tabea erst einmal mit in die Wohnung einer Freundin.

00:38:37: In den Wochen nach der Trennung hätten sie immer wieder Kontakt gehabt, um sich abzusprechen, wer wann in der Wohnung ist, damit sie sich nicht über den Weg laufen würden.

00:38:45: Bis Daniel Weesch, die sich eine Wohnung gefunden

00:38:48: habe.

00:38:49: Nach der Trennung seien Tabeas körperliche Beschwerden verschwunden.

00:38:52: Die Trockenheit, die Schmerzen beim Wasser lassen, sind weg.

00:38:56: Tabea ist sich sicher, dass ihr Körper ihr gezeigt haben muss, dass es so nicht weitergehen würde und die Beschwerden aufgrund der von ihr geschilderten Ereignisse psychosomatisch gewesen sein müssen.

00:39:07: Die Trennung habe auch Folgen für Tabea Sozialleben gehabt.

00:39:11: Zwar seien ihre Freundinnen nicht unmittelbar mit Daniel Wehe befreundet gewesen, aber durch die Uni hätten sich die Freundeskreise überschnitten.

00:39:19: Als sie sich Freundinnen öffnet, sei sie zunächst fast ausschließlich auf Verständnis gestoßen.

00:39:24: sowie es auch bei der Freundin gewesen sei, der sie sich zuerst anvertraut

00:39:28: habe.

00:39:29: Aber Tabea wünscht sich, dass sie nicht nur in Gesprächen und Nachrichtenverständnis zeigen, sie möchte, dass auch Konsequenzen auf die vermeintlichen Taten von Daniel Wehe folgen.

00:39:38: Zum Beispiel wünscht sich Tabea, dass eine Freundin, die mit Daniel Wees bestem Freund in einer WG gewohnt haben soll, klar macht, dass Daniel Wehe in ihrer Wohnung nicht mehr willkommen sei.

00:39:49: Aber ihre damaligen Freundinnen sollen sich weiter mit Daniel Wehe und seinen Freundinnen getroffen haben.

00:39:54: Tabia hatte das Gefühl, dass ihr gesamtes soziales Netzwerk wegbricht.

00:39:59: Mit einer Freundin habe sie über aktuelle Herausforderungen, die durch die mutmaßlichen Taten gekommen seien, sprechen wollen.

00:40:06: Aber ihre Freundin habe abgeblockt.

00:40:08: Sie hatte gesagt, dass sie am nächsten Tag unter anderem mit Daniel Wehe verabredet sei und eine lange Autofahrt mit ihm vor sich habe.

00:40:16: Sie freue sich schon lange auf den geplanten Ausflug, und wolle sich das nicht durch Tabeas Erzählungen versauen lassen.

00:40:23: Nur Tabeas beste Freundin Mona habe wirklich zu ihr gehalten.

00:40:27: Als Tabea ihr erzählt habe, was Daniel Weh getan haben soll, sei sie bei Mona sofort auf Verständnis gestoßen.

00:40:33: Denn Mona soll selbst schon eine Erfahrung mit Daniel Weh gemacht haben, die in das Bild von Tabeas Erzählungen passt.

00:40:40: Nach einer durchzechten Party Nacht habe Mona Daniel Weh nach Hause bringen müssen, weil er so betrunken gewesen sei.

00:40:46: Auf dem Heimweg habe er dann versucht, sie aus dem Nichts zu umarmen und zu küssen.

00:40:51: Mona habe dies aber gleich abgewährt.

00:40:53: Auf einer Party nach der Trennung, auf der Mona Daniel Wehe trifft, habe sie ihn lautstark mit den Vorwürfen konfrontiert und gefragt, wie er ihrer besten Freundin so etwas habe antun können.

00:41:05: Aber trotz der Unterstützung von Mona sei es tabär mit der Zeit immer schlechter gegangen.

00:41:11: Mir war das ja schon ein Stück weit bewusst, dass ich nicht wieder mich komplett zurücknehmen will und kann, dafür das andere sich jetzt nicht mit so unbequem Sachen beschäftigen müssen.

00:41:21: Aber ich war halt auch einfach total auf Unterstützung angewiesen und habe sie quasi gar nicht wirklich aus irgendeiner Richtung bekommen.

00:41:30: Taber begibt sich nach der Trennung erneut in Therapie, um das zu verarbeiten, was Daniel Wehe ihr angetan haben soll.

00:41:37: Ein Jahr ist sie bei ihrer Therapeutin in Behandlung und spricht über ihre Beziehung zu Daniel Weh, aber auch über ihre Jugend und Kindheit.

00:41:46: Aber als sie klar wird, dass die Therapeutin nicht zu ihr passt, beendet sie die Behandlung.

00:41:52: Kurze Zeit später, circa ein Jahr nach der Trennung, beschließter Behr Daniel Weh einen Brief zu schreiben.

00:41:58: Über Freundinnen habe sie mitbekommen, dass Daniel Weh sich als Opfer als der Verlassene darstellen würde.

00:42:04: Tabea glaubt, dass dieses angebliche Verhalten und dass sie sich so lange in der Beziehung zurückgehalten und alles verdrängt habe, der Grund dafür sei, dass ihre gemeinsamen Freundin nicht erkennen könnten, wie sehr sie wirklich gelitten

00:42:39: habe.

00:42:43: Ich habe

00:42:54: nach der Trenne und Abstand viele darüber nachgedacht.

00:42:56: Definitiv zu spät.

00:42:58: Im Nachhinein frage ich mich, wie ich nur so scheiße, dumm und ignorant sein konnte.

00:43:02: Es belastet mich wirklich sehr, was ich dir angetan habe und habe damit sicher noch nicht mal im Ansatz ein Gefühl dafür, wie es dir damit geht.

00:43:08: Mein Fehlverhalten steht in direkten Gegensatz zu meinen Werten und meinem Weltbild und ich will die Verantwortung dafür tragen.

00:43:15: Deshalb denke ich ernsthaft darüber, nach mich selbst anzuzeigen, wenn es denn in deinem Sinne ist.

00:43:20: Als Taber die Antwort von Daniel W. liest, hat sie zum ersten Mal das Gefühl, dass er verstehe, was er hier angetan habe.

00:43:28: Die Antwort gibt ihr Sicherheit.

00:43:30: Aber Daniel W. lässt seinen Worten nie Taten folgen und zeigt sich entgegen seiner E-Mail nicht selbst

00:43:36: an.

00:43:37: Also ich habe dann halt auch langsam gemerkt, dass ich nicht so damit abschließen kann, indem ich jetzt einfach irgendwie das dann so hinnehme und dass ich da auf jeden Fall irgendwas brauche.

00:43:48: Und das war ja dann auch so ein bisschen die einzige Option, weil die, ich sag mal ein Stück weit, diese soziale Echtung, abgesehen von meiner besten Freundin, hat er nicht bekommen.

00:44:03: Dabea lässt sich bei einem Opferverein in ihrer Heimatstadt beraten.

00:44:06: Die Person, die ihr gegenüber sitzt, ist zuversichtlich.

00:44:09: Was Dabea schildert, könne durchaus für eine Ermittlung, Anklage und auch für eine Verurteilung reichen.

00:44:16: Also sucht sich Tabea eine Anwältin, die sie in der Sache vertreten soll und macht eine Aussage bei der Polizei.

00:44:22: Tabea hat noch nie vorher eine Aussage bei der Polizei gemacht und ist überrascht, wie detailliert ihre Aussagen sein sollen.

00:44:30: Immer wieder habe die Kommissaren nachgehakt.

00:44:33: Was so wirklich schlimm für mich war, waren so bestimmte Kommentare oder Fragen von ihr, wie zum Beispiel ... ob ich mir denn bewusst bin, was das dann für ihn bedeuten würde und so für sein Leben, was das für Konsequenzen hat.

00:44:52: Laut Tabeas Anwältin Antonia Sturmer sei solch ein Umgang und Verhalten bei der Polizei nicht normal.

00:44:59: Es käme, wie so oft, auf die Person an, von der man vernommen wird.

00:45:04: Laut ihr gäbe es Beamtinnen, die für solche Vernehmungen gut geschult seien, aber eben auch die, die die Lage des Betroffenen oder der Betroffenen und die Ernsthaftigkeit der Situation verkennen.

00:45:15: Bevor Antonia Sturmer Tabeas Anwältin wird, wird Tabea von einer anderen Rechtsanwältin vertreten, mit der sie aber sehr unzufrieden ist.

00:45:23: Sie findet, dass ihre Anwältin nicht genug Arbeit in den Fall steckt und nur Fristen einhalten würde, ohne ihre Anträge juristisch zu begründen.

00:45:32: Tabea arbeitet sich selbst juristisch ein.

00:45:34: Sie recherchiert zu Gesetzen und Urteilen, die in ihrem Fall helfen könnten.

00:45:39: Aber ihre damalige Anwältin habe ihre Hilfe abgelehnt, da dies ja ihr Job sei.

00:45:45: Auch die Staatsanwaltschaft arbeitet weiter an Tabeas Fall.

00:45:48: Unter anderem wird ein gemeinsamer Freund von Tabea und Daniel Wiefer-Nomm, dem sich Tabea anvertraut hatte.

00:45:55: Und obwohl Tabea auch nach ihrer mündlichen Aussage noch eine ausführlichere schriftliche Aussage beifügt, wird das Ermittlungsverfahren kurz nach der Anzeige eingestellt und auch nach Beschwerd ihrer Anwältin nicht wieder aufgenommen.

00:46:09: In der Begründung der Staatsanwaltschaft heißt es, bezogen auf den Vorfall im Ferienhaus.

00:46:13: Letztlich vermarkt auch das behauptete Geschehen, keinen für die Anklagerhebung erforderlichen hinreichenden Tatverdacht einer Vergewaltigung zu begründen, da unabhängig von der Aussage gegen Aussagekonstellation, auch in diesem Fall noch am Abend vor der Tat einverständlicher Geschlechtsverkehr erfolgt ist und die Beschwerdeführerin auch nach der auf eine Kabellei folgenden Penetration mit dem Finger keinen erkennbaren Widerstand hiergegen leistete, vielmehr regungslos blieb und Angst hatte.

00:46:43: Das zeigt genau das, was uns Antonia Sturma schon zuvor in dieser Folge erklärt hat, nämlich, dass der erkennbare entgegenstehende Wille nicht immer gleich ausgelegt wird.

00:46:53: Obwohl sich Tabea bei dem mutmaßlichen Vorfall im Ferienhaus weggedreht habe, gebrummt und sich verschränkt habe, sieht die Staatsanwaltschaft darin keinen ausreichenden Ausdruck des entgegenstehenden Willens.

00:47:06: Tabeas spätere Anwälte kritisiert diese Auslegungen der Staatsanwaltschaft.

00:47:11: Nach der allgemeinen Lebenserfahrung ist ein M M auch ein Nein und auch ein Hinblick auf die gesamte Konstellation, das gesamte Konstrukt, so wie die Beziehung war und abgelaufen ist, weil gab es da eigentlich meiner Auffassung nach nicht wirklich Zweifel daran, dass er das hätte erkennen können.

00:47:33: Auch dass Tabea einen Tag zuvor einvernehmlichen Geschäftsverkehr hatte, wird als Anzeichen dafür gesehen, dass es im Ferienhaus nicht zu einer Vergewaltigung gekommen sein kann.

00:47:44: Antonia Sturmer weiß aus ihrer Praxis, dass es nicht selten der Fall ist, dass Gerichte und Staatsanwaltschaften Probleme haben, Dynamiken von negativen Beziehungsmustern zu erkennen und in ihre Entscheidungen einzubinden.

00:47:57: Wir werden grundsätzlich zwei Personen schon miteinander in einem sexuellen Verhältnis stehen, was ... in der Vergangenheit größtenteils freiwillig war.

00:48:06: Es ist natürlich viel schwieriger, punktuell danach zu weisen, was wurde tatsächlich nicht gewollt und was wurde tatsächlich abgesprochen.

00:48:14: Da fehlt tatsächlich einfach so eine gewisse Sensibilität oftmals, nicht immer, aber oftmals durch staatliche Seite das zu erkennen.

00:48:23: Nur wenn man Gewalt erlebt, bedeutet das nicht, dass man nicht lieben kann und auch nicht, dass man in seinen Täter verliebt sein kann.

00:48:30: Und hofft, dass es besser wird vielleicht.

00:48:32: Dass Daniel Wehe in seiner E-Mail an Tabea einräumt, Fehler gemacht zu haben und das er sogar über eine Selbstanzeige nachdenkt, wird bei der Entscheidungsfindung nicht berücksichtigt.

00:48:42: Laut Antonias Sturmer hätte aber genau dieser Punkt ein Indiz für die Staatsanwaltschaft sein müssen, das zumindest zu einer Erhebung der Anklage hätte führen können.

00:48:51: Nachdem Tabeas erste Anwältin weiterhin nur schreiben mit Anträgen und Widersprüchen sendet und Tabea nicht das Gefühl hat, dass sich etwas in ihrem Fall tut, beschließt sie sich eine neue Rechtsberatung zu suchen und findet über einer Opferhilfeseite schließlich Antonia Sturmer.

00:49:07: Zu diesem Zeitpunkt hat Tabea's vorige Anwältin bereits fast alle möglichen rechtlichen Mittel ausgeschöpft.

00:49:13: Die Ermittlungen wurden eingestellt und auch die Einstellungsbeschwerde, die gegen eben die Einstellung der Ermittlungen vorgehen soll, wurde von der Staatsanwaltschaft abgelehnt.

00:49:22: Also gibt es für Tabea nur noch einen Weg, eine Klage Erzwingung.

00:49:27: Die klare Erzwingung ist eigentlich so die Ultima Ratio für eine betroffene Person, dass noch Ermittlungen wieder aufgenommen werden, nachdem ein Verfahren schon eingestellt worden ist.

00:49:41: Das Gericht prüft, ob es die Staatsanwaltschaft in Anführungsstrichen dazu zwingen kann, die Anklage zu erheben, weil das Gericht sagt, nein, ihr habt ihr einen Fehler gemacht.

00:49:53: Bei diesem Vorgang und auch bei der Prüfung der Einstellungsbeschwerde sind es Gerichte und Staatsanwaltschaften, die ihre Kolleginnen prüfen.

00:50:02: Egal, welche Instanz welche prüft, laut Antonia Sturmer prüft sich der Justizapparat immer selbst.

00:50:09: Eine komplett unabhängige Überprüfung der Instanzen ist so nicht gegeben.

00:50:13: Uns fehlt also ein bisschen eine losgelöste Instanz, die nicht als Kollege in den am Ende besteht, die ein bisschen unabhängiger ist.

00:50:21: Deswegen haben auch die meisten Rechtsmittel, sei es jetzt Revisionsverhandlungen oder auch Klagerzwingungsverfahren, eine sehr, sehr, sehr, sehr, sehr niedrige Erfolgschance, die auf jeden Fall bei unter zwei Prozent liegt.

00:50:38: Auch im Fall von Tabea ist die Klagerzwingung nicht erfolgreich.

00:50:42: Als Antonia Sturmer Tabeas neuer Anwältin wird, fordert sie die Akte zu dem Fall bei der Staatsanwaltschaft an, um sie für die Klagerzwingung zu bearbeiten.

00:50:53: Aber die Akte wird zunächst an das Büro von Tabeas alter Anwältin geschickt.

00:50:57: Als Antonia Sturmer die Unterlagen schließlich bekommt, hat sie nur noch wenige Stunden für die Arbeit, für die normalerweise mehrere Wochen benötigt werden.

00:51:06: Und so passiert es, dass für Tabea auch der letzte Rechtsweg ausgeschlossen bleibt.

00:51:11: und das, obwohl es laut ihre Anwältin trotz einer Aussage gegen Aussagesituation nicht unmöglich gewesen wäre, dass es zu einer Verurteilung hätte kommen können.

00:51:20: Laut ihr sei es ein weitverbreiteter ihr Glaube, dass in Fällen von Vergewaltigungen bei einer Aussage gegen Aussagesituation immer im Zweifel für den Angeklagten gelte.

00:51:31: Das ist so faktisch einfach nicht richtig, sondern das Gericht hört sich die Personen an und kann dann entscheiden, wem es glaubt.

00:51:40: Das heißt, selbst wenn fünf Personen sagen, so ist es nicht gewesen und eine Person sagt, so ist es gewesen und das Gericht für sich selber sagt, dieser einen Person, die das gesagt hat, der glauben wir aber, kann es auch verurteilen.

00:51:54: Es ist keine Waage, die in irgendeine Richtung ausschlägt.

00:51:57: Antonia Sturmer findet, dass aus diesem Grund auch Aussage gegen Aussagesituationen in Sexualstrafrechtsdelikten immer zu einer Verhandlung führen sollten.

00:52:07: Denn oftmals wird nur auf Grundlage der Akten und Protokolle entschieden, ob man Betroffenen glaubt oder nicht, ohne diese jemals selbst angehört zu haben.

00:52:28: Etwa zur gleichen Zeit, als das Klageerzwingungsverfahren abgelehnt wird, geht es tabäerpsychisch immer schlechter.

00:52:35: Ihr soziales Netzwerk ist über die Zeit immer mehr in sich zusammengebrochen.

00:52:40: Nur noch ihre beste Freundin Mona scheint für sie da zu sein und hinter ihr zu stehen.

00:52:45: Nachdem sie die letzte Therapie abgebrochen hat, ist der Bea nun auf der Suche nach einem neuen Platz.

00:52:49: Wie für viele andere auch, ist es für sie aber nicht einfach, einen Therapieplatz bei einer Psychologin oder einem Psychologen zu finden.

00:52:56: Nach einiger Zeit bekommt sie dann aber einen Termin bei einem Psychiater, der ihr ein starkes Antidepressiva verschreibt.

00:53:03: Bei der Einstellung der Medikamente begleitet der Arzt sie jedoch nach Aussage von Tabea nicht.

00:53:08: Und er habe sie auch nicht über die starken Nebenwirkungen aufgeklärt.

00:53:12: Anstatt dass ihr die Medikamente helfen, verschlimmern sie Tabeas psychische Situation nur.

00:53:18: Das und die gesamte Situation, der E-Mail-Verkehr mit Daniel Wehe, das eingestellte Ermittlungs- und Klagerzwingungsverfahren stürzen Tabea in eine lebensbedrohliche, persönliche Krise, die zu einem Krankenhausaufenthalt führt.

00:53:32: Die Mitarbeitenden in der Klinik entlassen Tabea erst, als sie einen Platz in eine psychologischen Tagesklinik bekommt.

00:53:39: Ich

00:53:40: war insgesamt zwölf Wochen da, bin da ganz gut wieder auf die Beine gekommen, da hat sich dann sehr viel verändert.

00:53:47: Ich habe wieder so eine ganz andere Perspektive gefunden, wurde dann da auch noch ambulant weiter betreut, auch noch mal in der Gruppe.

00:53:57: Zwei Mal die Woche war das, glaube ich.

00:54:01: habe dann so langsam einen Umzug geplant.

00:54:03: Heute lebt Habea nicht mehr in der Stadt, in der sie Daniel Wieck kennengelernt und mit ihm zusammengelebt hat.

00:54:10: Durch die Therapie konnte sie nicht nur mit dem abschließen, was sie in ihrer Beziehung angetan worden sei, sondern auch ihre Kindheit und Jugend aufarbeiten.

00:54:19: Ob es die Kommissarin gewesen sei, die ihr unpassende Nachfragen gestellt habe oder ihre erste Anwältin, die sich nicht genug für sie eingesetzt habe oder die verspätete Akte, In der Rückschau sagt Tabea, dass sie in vielen Schritten ihres Weges einfach Pech gehabt habe.

00:54:35: Sie wünscht sich deshalb, dass die Personen, die mit Betroffenen in Kontakt kommen, mehr und besser geschult werden.

00:54:42: Und auch, dass gesellschaftlich eine größere Aufmerksamkeit auf Vergewaltigung und sexuelle Nötigung in Beziehungen gelegt wird.

00:54:50: Mittlerweile ist Tabea in einer neuen Beziehung, in der sie auch wieder Spaß und Sex haben kann und in der ihre Grenzen gewahrt werden.

00:54:58: Obwohl sie nicht die Gerechtigkeit bekommen hat, die sie sich erhofft hat, sagt Tabea, dass sie abschließen konnte, mit dem, was passiert sei.

00:55:06: Sie hat zwar bis heute mit dem psychischen Folgen ihrer Kindheit und den mutmaßlichen Taten von Daniel Wehr zu kämpfen, aber Tabea ist zur Ruhe gekommen.

00:55:16: Tabea hofft, dass ihre Geschichte anderen Betroffenen die Chance gibt, sich auf das vorbereiten zu können, was ihnen vielleicht noch bevorsteht, wenn sie Anzeige erstatten.

00:55:26: Es ist einfach.

00:55:27: Unfassbar klug, sich auf solche Dinge vorher schon mal vorzubereiten.

00:55:31: Weil selbst wenn man Glück hat, in jedem dieser Schritte, es ist ein richtig, richtig harter Prozess und es ist eine richtig harte Sache, die wirklich schlaucht, die wirklich kräftezehrend ist und man muss nicht erst warten, bis man gar nicht mehr kann, bevor man sich da irgendwie die Unterstützung entsprechend sucht.

00:55:52: Es ist doch besser, wenn man gar nicht mehr, gar nicht mal an diesen Punkt kommt.

00:55:56: und da vorher einfach einen guten Backup hat.

00:56:07: Was als mysteriöse Telefonanrufe beginnt, wird zu einem Albtraum, der für Dinas Leben auf den Kopf stellt.

00:56:14: Von ihrem Kampf nicht nur gegen einen Täter, sondern gegen

00:56:17: ein System,

00:56:18: das ihr Sicherheit und Schutz verweigert, sprechen wir in der kommenden Folge, nächsten Montag.

00:56:24: Wenn ihr euch so wie Tabea mit eurer Geschichte an uns wenden wollt oder wenn ihr findet, dass es einen Fall gibt, der mehr Aufmerksamkeit verdient, dann könnt ihr uns eine E-Mail schreiben an zwölfleben.podimo.gmail.com.

00:56:38: Wir freuen uns natürlich auch über euer Feedback und einen Kommentar unter dieser Folge.

00:56:44: Und wir haben noch eine Podcast-Empfehlung für euch.

00:56:47: Im Podcast dieser einen Moment spricht Philipp Fleiter mit Personen über den einen Moment, der alles verändert hat.

00:56:55: In der aktuellen Folge ist Svenja Beck zu Gast.

00:56:58: Ihr Ex-Partner, mit dem sie ein gemeinsames Kind hat, hat zweimal versucht, sie zu töten.

00:57:03: Einmal versuchte sie zu überfahren, das andere Mal erwirkt er sie beinahe.

00:57:08: Nach dem zweiten Femizidversuch zeigt Svenja ihn an.

00:57:11: Er wird auch verurteilt, doch trotzdem kommt sie wieder mit ihm zusammen.

00:57:16: Im Gespräch mit Philipp erzählt Svenja von ihren Gedanken, die sie während der Beziehung hatte und den Dynamiken, die dazu geführt haben, dass sie zu ihrem Peiniger zurückgekehrt ist.

00:57:26: Auch, wie sie sich endlich von ihm lösen konnte, hört ihr in der aktuellen Folge von Dieser Eine Moment mit Philipp Fleiter.

00:57:42: Wir sind Helen Schulter

00:57:44: und Massimo Majo, Autorin dieser Folge Katharina Frebel.

00:57:49: Schnitt und Sound, Frieda Maurer und Luca Satori.

00:57:53: Ausführende Produzentin, Madeleine Petri.

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